USV Lochen Frauen-Bundesligameister 2019

Das Finale der Frauenbundesliga ist geschlagen. Nach einem spannenden Wettkampf in Lochen wurden die Heberinnen des AKH Vösendorf als Sieger gefeiert. In einem Herzschlagfinish hatte Hana Gasiorova die benötigte Last von 92kg in einem gewaltigen letzten Versuch zur Hochstrecke gebracht und damit 1,76 Sinclairpunkte Vorsprung auf dem Score-Board aufleuchten lassen. Die Ernüchterung folgte am Tag darauf, als bei der Prüfung des Wettkampfprotokolls ein Fehler entdeckt wurde:

Der Vösendorfer Athletin Marlene Fleck, die zum allerersten Mal am Start war und die daher manuell nacherfasst werden musste, war ein falscher Sinclairfaktor zugewiesen worden, die für sie errechnete Punkteleistung war damit zu hoch, was sich bei diesem knappen Ausgang als ergebnisentscheidend herausstellte. Die korrigierte Ergebnisliste zeigt Lochen als Sieger, knapp gefolgt vom AKH Vösendorf und der Auswahl des Tiroler Landesverbandes.

Diese Panne passte gar nicht zum Ablauf des Wettkampftages. Der Aufwärtstrend im Frauengewichtheben ist ungebrochen, die Athletinnen werden stärker und die Starterfelder wachsen. Bei einer hervorragend organisierten Veranstaltung trafen sich gleich 7 Mannschaften zur Finalrunde. Mehrere österreichische Rekorde sowohl in den Nachwuchsklassen als auch in der allgemeinen Klasse wurden aufgestellt.

Neben dem Mannschaftsergebnis wurde auch hart um den Pokal der tagesbesten Athletin gekämpft. Die junge Tirolerin Victoria Steiner schaffte 75kg im Reißen und 102kg im Stoßen, was überraschenderweise nur für Rang 3 reichte, nachdem die nur 54,7kg leichte Athletin aus Lochen, Christiane Schröcker, 67kg im Reißen und 84kg im Stoßen bewältigte. Stärkste Athletin war Victoria Hahn von den SK Voest Steel Girls, die 84kg im Reißen und 106kg im Stoßen 230,20 Sinclairpunkte erreichte. Die Steel Girls lagen mit der Mannschaft trotzdem nur auf Rang 5, nachdem sich die Auswahl des Landesverbandes Steiermark mit einer geschlossen starken Leistung der jungen Heberinnen noch nach vorne kämpfen hatten können.

Im Zuge der Siegerehrung wurde auch das österreichische Team für die U15/U17 Europameisterschaft in Eilat, Israel, präsentiert. Auch diese Delegation zeigt den Aufwärtstrend im Frauenge-wichtheben. Kein einziger Bursche hat die Qualifikation geschafft, mit gleich 7 Mädchen ist es trotzdem eine der größten Delegationen, die der Österreichische Gewichtheberverband je zu einer Nachwuchs-EM entsandt hat.

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